Ticker: Analysen zu China

Die Volksrepublik China spiel für die Politik und Wirtschaft Europas eine ganz besonders große Rolle. Für die Table Media GmbH beschäftige ich mich in diesem Kontext mit dem Thema Mobilität. Ein kleiner Überblick.

  • Analysen zu Wirtschaftsthemen in China.
  • Mobilität und Politik in der Volksrepublik.
  • Geschichten für die Table Media GmbH.

Mit 1,4 Milliarden Einwohnern ist China nicht nur das einwohnerreichste Land der Welt. Die Volksrepublik ist außerdem die zweitgrößte Volkswirtschaft. Sie ist ein enorm wichtiger Handelspartner und Treiber von globalem Wachstum. Einerseits. Andererseits verstößt das Land eklatant gegen Menschenrechte und treibt äußerst aggressiv seine eigenen geostrategischen Pläne voran. Entsprechend genau sollten sich Beobachter mit politischen und wirtschaftlichen Vorgängen in der Volksrepublik China beschäftigen. Bei meinen Analysen für die Table Media GmbH versuche ich genau das. Die erste Auswahl gibt es hier, jetzt kommt die zweite.

Lockerungen in der Joint Venture Pflicht

Die einst strenge Joint-Venture-Pflicht in China ist Geschichte. In vielen Industrien gab es zu Beginn des Jahres 2022 teils weitreichende Lockerungen. Vor allem die Autoindustrie nutzte die neuen Möglichkeiten. Viele Marken übernahmen Mehrheiten bereits bestehender Kooperationen. Doch Jürgen Matthes, Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), gibt sich dennoch kritisch: „Die Öffnungen sind kleine Schritte in Bereichen, in denen es China nicht weh tut, weil die eigenen Firmen meist schon stark genug sind, um sich dem globalen Wettbewerb zu stellen.“ Wo die Risiken sind, ist in „Das süße Gift der Lockerungen“ nachzulesen.

Shanghais Halbleiter-Strategie

Doch die Joint-Venture-Partner vor Ort sind nicht nur eine Bürde, die Knowhow abziehen. China ist für deutsche Unternehmen ein komplexer Markt. Da helfen Partner vor Ort weiter, wie der aktuelle Halbleiter-Mangel zeigt. Wer lokale Lieferketten aufbauen konnte, leidet weniger. Doch der Forschungsrückstand in diesem Bereich ist riesig. Entsprechend groß sind die Bemühungen, jetzt aufzuholen. Vor allem in Shanghai. Zwischen Handelskrieg, Sanktionen und Klimaschutzbestimmungen möchte sich die Metropole zum Halbleiter-Cluster aufschwingen. Mit Milliarden-Subventionen. Nachzulesen in „Halbleiter-Mangel: Chinas Autoindustrie droht Stillstand“.

Autos und Community

Von der Halbleiter-Knappheit sind vor allem Autohersteller betroffen. Einer davon ist Nio. Die Marke ist sowas wie das Tesla Chinas. Vor einiger Zeit hat das Unternehmen den Sprung nach Europa gewagt (ganz ohne Joint-Venture-Pflicht). Im Jahr 2022 will Nio auch in Deutschland seine Autos anbieten. Ich habe mich mit Zhang Hui, Vice President von Nio Europe, darüber unterhalten, wie das gelingen soll und welche Probleme es dabei gibt. Das ganze Interview gibt es unter dem Titel „Wir wollen eine Nio-Community schaffen“.

Seres und Huawei

Nein, Huawei baut kein eigenes Elektroauto. Der Konzern, der vor allem für seine Handys bekannt ist, ist lediglich einer von vielen Partnern von Seres. Seres ist eine Tochterfirma der Chongqing Sokon Industry Group. Huawei entwickelte lediglich das Betriebssystem für die Autos. Dass der Eindruck entstand, Huawei würde ein eigenes Elektroauto produzieren, ist allerdings kein Zufall. Der Konzern steigt vermehrt in die Elektromobilität ein. Damit sollen Verluste ausgeglichen werden, die durch die Sanktionen durch die USA im Smartphone- und 5G-Geschäft entstanden sind. Mehr zur Partnerschaft zwischen Seres und Huawei gibt es in „Huawei-Partner Seres bringt seine Pkw nach Deutschland“.

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