USA: Keine Gewerkschaft bei Amazon

In den USA wird bei Amazon doch keine Gewerkschaft gegründet. Die Angestellten in Bessemer/Alabama haben dagegen gestimmt. Für Arbeit und Wirtschaft habe ich mir angeschaut, was es damit auf sich hat.

  • Keine Gewerkschaft bei Amazon in den USA.
  • Belegschaft stimmt gegen Arbeiter*innen-Vertretung.
  • Ganzer Artikel bei Arbeit und Wirtschaft.

Die Angestellten von Amazon in Bessemer/Alabama haben sich gegen die Gründung einer Gewerkschaft entschieden. Es wäre die erste Arbeiter*innen-Vertretung beim Versandhändler in den USA gewesen. Dass sich die Arbeiternehmer*innen so entschieden haben, kommt nicht gänzlich überraschend, ist aber gegen den Trend in den USA. In Deutschland und Österreich sieht die Situation anders aus.

Keine Gewerkschaft bei Amazon in USA

Arbeitnehmer*innen haben es bei Amazon nicht leicht. Beim Tec-Giganten herrschen mitunter gruselige Arbeitsbedingungen. Ein paar Beispiele habe ich für meinen Beitrag auf Arbeit und Wirtschaft gesammelt. Und Amazon ist nicht irgendeine Firma. Der Versandhändler ist der zweitgrößte Arbeitgeber der USA. 900.000 Menschen sind dort mittlerweile angestellt.

Allein in der Pandemie hat Amazon 500.000 neue Arbeitnehmer*innen angeheuert. Die Firma ist ein Krisengewinner. Vor allem Jeff Bezos. Im Jahr 2020 konnte er sein Vermögen um 65 Milliarden Dollar auf jetzt 179 Milliarden Dollar steigern.

Milliarden auf dem Rücken der Arbeitnehmer*innen

Gerade weil Tec-Giganten auf dem Rücken unterbezahlter Arbeitnehmer*innen Milliarden einsammeln, wächst in den USA das Interesse an Gewerkschaften. Und das nach Jahrzehnten des Niedergangs und einem Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit. Das legen zumindest Studien des Massachusetts Institute of Technology (MIT) nahe, mit denen ich mich im Artikel ebenfalls beschäftigt habe. Bei der Seite von Arbeit und Wirtschaft vorbeizuschauen lohnt sich also auf alle Fälle.

Zum ersten Mal seit Januar 2017 – dem Datum der Amtseinführung des amerikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump – gibt es in den USA auch eine politische Unterstützung für die schwächsten Personen auf dem Arbeitsmarkt. Joe Biden hat sich klar gegen Amazon und für Gewerkschaften ausgesprochen. Es ist nicht der erste große Kampf der Arbeitnehmer*innen in den vergangenen Monaten. In Indien stellten sich Abermillionen Menschen, organisiert von Gewerkschaften, gegen Pläne der aktuellen Regierung. In Europa wird aktuell das Lieferkettengesetz diskutiert, das Arbeitnehmer*innen weltweit mehr Rechte sichern soll.

3 Antworten zu “USA: Keine Gewerkschaft bei Amazon”

  1. […] zeige ich auf, wie Polizisten Geld dazu verdienen. Derweil hat in den USA die Belegschaft von Amazon gegen die Gründung einer Gewerkschaft […]

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  2. […] und die Rechte der Arbeiter*innen. Auch hier tun sich mitunter Abgründe auf, wie die Abstimmung im Amazon Fulfillment Center in Bessemer/Alabama gezeigt hat. In Deutschland hat die Gewerkschaft ver.di dem Konzern den Arbeitskampf angesagt. Der […]

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  3. […] Die ganze Geschichte heißt „Wer hat, dem wird gegeben“ und kann bei Arbeit und Wirtschaft frei zugänglich gelesen werden. Mehr zum Green Deal von mir findet sich dort auch. Unter dem Titel „Seid umschlungen, Milliarden“ beispielsweise. Ansonsten empfehle ich, sich mit Amazon auseinanderzusetzen. Das Unternehmen hat jüngst seinen moralischen Bankrott erklärt. Ganz unabhängig von der gescheiterten Gewerkschaftsgründung in den USA. […]

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