Elon Musk wird 50

Happy Birthday Elon Musk. Der Visionär, Milliardär, Meme-Lord und Gewerkschaftsgegner wird am Montag, 28. Juni, 50 Jahre alt. Ein halbes Jahrhundert. Für Heise habe ich mich seiner Biografie gewidmet und ein Porträt über ihn geschrieben.

Elon Musk war Anfang des Jahres 2021 kurzzeitig der reichste Mensch der Welt. 185 Milliarden Dollar betrug sein Vermögen kurzfristig. Das lag vor allem daran, dass die Aktie seiner Automarke Tesla eine Kursrallye hingelegt hatte. Überreiche wie Elon Musk oder Jeff Bezos konnten von der Coronakrise eben enorm profitieren.

Coronakrise macht Elon Musk zur reichsten Person der Welt

Vielleicht trug Musk mit seinem Verhalten deshalb dazu bei, die Verbreitung von COVID-19 eher anzuheizen, statt einzudämmen. Im Jahr 2020 erklärte er die amerikanische Regierung – damals noch unter Präsident Donald Trump – für faschistisch, weil sie beim Stand von 600.000 Coronatoten teilweise Ausgangssperren verhängt hatte. Musk argumentierte, die Menschen wollten in die Arbeit. Im Falle von Tesla mussten sie das auch. Schließlich zahlt der Überreiche nur Drittel von dem, was General Motors oder Ford pro Stunde zahlen.

In der Arbeitswelt gibt Elon Musk derweil eher den Superschurken, wie man ihn sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Gewerkschaften sind böse, kein Kündigungsgrund zu lächerlich und die 40-Stunde-Woche nur etwas für Leute, die halbtags arbeiten wollen. Ein Arbeitgeber, so übertrieben böse, jeder Zuschauer würde die Rolle für unglaubwürdig halten.

Musk: Von Pretoria in die USA

Klar ist aber auch, dass sich Elon Musk das Standing, mit dem sich ein Mensch so etwas straffrei erlauben kann, erst einmal erarbeiten musste. Er wurde in Pretoria/Südafrika geboren. In der Schule war er ein Nerd und wurde oft verhauen. Im Alter von zwölf Jahren entwickelte er das Videospiel Blastar, dass er für 500 Dollar an einen Spieleentwickler verkaufte.

Später zog er in die USA, sein Bruder Kimbal folgte ihm und gemeinsam gingen sie auf die Universität. Im Anschluss – im Jahr 1995 – gründeten sie eine Art Gelbe Seiten für das Internet. Dank einiger Investoren machte sie das Unternehmen zu Millionären. Das geld nutzte Elon Musk, um x.com zu gründen. Aus diesem Unternehmen sollte später Paypal werden, das Musk im Jahr 2002 für 1,5 Milliarden Dollar an Ebay verkaufte. Gutes Gespür. Die Dotcom-Blase sollte kurz darauf platzen.

Alle Firmen von Elon Musk

Es folgten SpaceX (gegründet 2002) und Tesla (2003), SolarCity (gegründet 2006) und Hyperloop (2013). Für die Erforschung der Künstlichen Intelligenz gibt es die gemeinnützige Gesellschaft OpenAI (2015) und Neuralink (2016) entwickelt eine Möglichkeit, das Gehirn mit Maschinen zu vernetzen. The Boring Company (2016) gräbt Tunnel und Thud (2018) ist ein Satire-Medienunternehmen.

Mit SpaceX will Elon Musk auf den Mars.

Die Vielzahl an Gründungen und das extreme finanzielle Auf und Ab, hatten natürlich auch Auswirkungen auf das Privatleben. Aktuell ist Elon Musk mit Claire Elise Boucher zusammen, die unter dem Namen Grimes als Sängerin aktiv ist . Zusammen haben sie einen Sohn namens „X Æ A-12“. Musk sagt, man würde den Namen „X Ash A 12“. Womit alles geklärt wäre. Auch Elon Musk hat sich als Musiker versucht. „RIP Harambe“ und „Don’t doubt ur Vibe“ heißen die Auto-Tune-Meisterwerke.

Elon Musk: Überreichtum und Hedgefonds

Dieses Porträt ist stark verkürzt. Wer das ganze Drama hinter den Firmen und Beziehungen kennenlernen möchte, der sollte sich meiner Geschichte bei Heise widmen. Darin wird auch der Kampf zwischen Musk, seinen Fans und Hedgefonds beschrieben.

Überreiche sind natürlich ein Thema für sich. Denn sie schaden mitunter Gesellschaft und Demokratie – auch, die lustigen Meme-Lords und Twitter-Stars. Wie und warum erkläre ich hier in „Vermögen: Vollbepackt mit tollen Sachen“. Wer sich für Elon Musk eher interessiert, weil der Tesla gegründet hat, der kann mal in „Gegen den Trend: 10 Elektroauto-Flops“ reinlesen.

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